Isola Comacina im Comer See

Die einzige Insel im Comer See, die Isola Comacina, liegt etwa 8 km südlich von Menaggio nicht weit vom Ufer entfernt, gegenüber den Ortschaften Ossuccio und Sala Comacina. Auf der malerischen Isola Comacina befand sich in früheren Zeiten eine Festung, von der allerdings heutzutage nur noch Ruinen stehen. Ein kleiner Rundgang über die Insel führt weiterhin zu den Überresten der romanischen Basilika Sant’Eufemia aus dem 10. Jahrhundert sowie zum kleinen Museum, das in der Kirche San Giovanni eingerichtet wurde. Jedes Jahr findet zur Feier des heiligen S. Giovanni Ende Juni ein großes Feuerwerk auf der Insel statt.

Die turbulente Geschichte der Insel reicht bis in römischen Zeiten zurück, was Ausgrabungen schöner Mosaike beweisen. Im weiteren Verlauf der Geschichte diente die Insel häufig als Zufluchtsort für politisch oder religiös Verfolgte. Im “Zehnjährigen Krieg” zwischen Como und Mailand in den Jahren 1118-1127 verbündete sich die Insel mit Mailand und die Festung wurde erbaut. Einige Jahre nach Beendigung des Krieges, im Jahr 1169, wurden alle Gebäude auf der kleinen Insel verwüstet und Kaiser Barbarossa verbot den Wiederaufbau von Festung, Kirchen und Häusern.

Man erreicht die Isola Comacina entweder mit der öffentlichen Schifffahrt des Comer Sees (von Menaggio aus) oder aber mit einem Bootstaxi von Sala Comacina aus. Diese kleinen Fähren sind oft schon an sich eine Attraktion, gehört der Bootstyp “Lucia” doch zu den ältesten Schiffsbauweisen am Comer See. Mit dem Bootstaxi kostet der Transfer hin und zurück tagsüber ca. 5 Euro und nachts 6 Euro pro Person. Falls an den Anlegestellen niemand sein sollte, einfach im Restaurant der Insel oder beim Bootsservice anrufen.

Im Falle, dass man mit dem eigenen Boot zur Insel fährt, stehen an der Buchtseite der Insel kleine Holzstege mit genügend Platz zur Verfügung.

Ristorante “Locanda dell’Isola Comacina”

Auf der Insel befindet sich das bekannte Ristorante “Locanda dell’Isola Comacina”. In diesem Restaurant waren schon Konrad Adenauer, Sylvester Stallone oder Kirk Douglas zu Gast. Berühmt ist das Restaurant auch wegen einer kleinen, traditionellen Zeremonie nach dem Essen, um den Fluch zu bannen, welchen einst ein Bischof über die Insel aussprach.

Das Ristorante bietet lombardische Küche in romantischem Ambiente; der Preis für ein mehrgängiges Menü liegt inklusive Getränken bei etwa 50 Euro pro Person. Wer es weniger üppig bevorzugt, kann mittags auf der großen Terrasse mit traumhaftem Blick auf Bellagio und den See auch nur die leckeren Vorspeisen (Antipasti) genießen. Das Restaurant ist geöffnet von 1. März bis 31. Oktober, Ruhetag ist Dienstag (nicht in der Hauptsaison). Angaben ohne Gewähr.

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